Pressemitteilung: AStA unterstützt den Bildungsstreik weiterhin
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Heinrich-Heine-Universität unterstützt den Bildungsstreik und die meisten seiner bildungspolitischen Forderungen und Zielen. „Wir finden es richtig, dass die Studierenden, Schülerinnen und Schüler öffentlich für ein besseres Bildungssystem eintreten.“ freut sich Andreas Jentsch, AStA-Vorsitzender, über die positive Resonanz am aktuellen Protest.
Der AStA unterstützt die Forderungen nach Abschaffung von jeglichen Bildungsgebühren sowie Bachelor/Master in der derzeitigen Form. Ferner verlangen wir mehr Mitspracherechte in universitären Gremien und eine durch öffentlich Finanzierung herbeigeführte Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen.
„Wir stehen für eine freie, selbstbestimmte Generation von Studierenden, die ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt.“ stellt Andreas Jentsch klar. Des Weiteren betont der AStA-Vorsitzende die Bedeutung der Studierenden an der Hochschule: „Die Uni gehört uns! Ohne Studierende geht nichts! Das muss endlich auch für alle universitären Gremien gelten!“
„Die freie Entfaltung der Persönlichkeit wird durch die schlechte Umsetzung des Bolognaprozesses eingeschränkt.“ findet Saban Sincar, 2. stellvertretender AStA-Vorsitzender. „Daher befürworten wir auch die durch die Versammlung der Studierenden beschlossene Besetzung des Hörsaals 3D, da diese konkret auf die Probleme der aktuellen Bildungspolitik aufmerksam macht.“
„Bei dieser darf jedoch die Auseinandersetzung mit den bildungspolitischen Inhalten nicht von radikalen Revolutionsphantasien konterkariert oder in den Hintergrund gedrängt werden.“ mahnt Patrick Mebus, 1. stellvertetender AStA-Vorsitzender. „Was zählt, ist die kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Bildungssystem. Aber ich bin froh darüber, dass der Bildungsstreik in Düsseldorf bisher friedlich verlaufen ist und nach Willen der Organisatoren auch friedlich zu bleiben scheint.“





November 19th, 2009 at 19:32
Es ist logisch das der AStA sich auf die Forderungen der Studierenden bezieht, jedoch würde ich mir wünschen, dass die Kritik an den Mängeln des Bildungssystems insgesamt nicht zusehr hinter der Fixierung bspw. auf die “Bologna-Problematik” zurücksteht.
Alles beginnt im Ego, aber Grundschüler können nicht, Lehrer dürfen nicht streiken.
Die kritischen Zahlenverhältnisse von Lehrenden/Lehrnenden an den Hochschulen könnte ohne Beachtung jener sich mittelfristig dadurch korrigieren, dass folgende Generationen zum Studium gar nicht mehr befähigt werden.
Die Mobilisierung der Studenten (erst recht in D’dorf
hat mich schon positiv überrascht, gut gestreute Verweise auf Misstände im gegenwärtigen (A-)Bildungssystem wären erstens richtungsweisend
zweitens überfällig und
drittens solidarisch.
Also: Nicht Hochschulbildung sondern BILDUNG ist ein Menschenrecht!
mit solidarischsten Grüßen
November 26th, 2009 at 21:27
Der Andi unterstützt die Hörsaalbesetzung vielleicht offiziell, ein anderer Teil der AStA- Koalition lehnt dies jedoch ab, der liebe Herr Mebus (stellvertretender AStA-Vorstand) von der LHG! Aus dem Plenum der BesetzerInnen wurden ja schon personelle Konsequenzen gefordert…
http://www.wz-newsline.de/?redid=682379